Wanderung von Maronti-Strand nach Barano-Zentrum

Auf dieser Route lernen Sie den kürzesten bzw. den älteren Weg von Maronti nach Barano kennen.

Strecke: 1,8 km Dauer: 1 h

Bei dieser ca. einstündigen Wanderung von Maronti nach Barano lernen Sie den ursprünglichen und somit kürzesten Weg kennen.

Die Wanderung startet in Maronti am Buswendeplatz der Buslinie 5 und führt Sie über einen liebevoll angelegten Pflasterweg hinauf nach Testaccio. Einen schönen Ausblick über den Maronti-Strand und Sant Angelo haben Sie auf dem Monte Cotto, der sich östlich des Ortes erhebt. Von Testaccio führt Sie der Weg weiter zum Zentrum von Barano. In Barano angekommen haben Sie die Möglichkeit weiter zur Nitrodi-Quelle zu wandern, mit unserem Wanderweg: Verjüngungstour – Wanderweg von Barano über Buonopane mit Aussichtspunkt: Madonna zur Nitrodi-Quelle.

Sie starten die Wanderung am Buswendeplatz in Maronti (Start). Steigen Sie die Stufen hinab in Richtung Strand bis Sie auf dem großen Platz mit Sitzbänken (Abbildung) ankommen.

Der Maronti-Strand, der vor Ihnen liegt, ist der längste Strand der Insel Ischia mit ca. 2 km Länge. Der Strand besteht aus grobem Sand, dessen Lieferant der grüne Epomeo-Tuff ist. Wenn Sie am Strand spazieren gehen, wird ihnen die grüne Farbe auffallen. Bei dem großen Platz führt ein kleiner gepflasterter Weg durch die Fußgänger- und Autobrücke.

Gehen Sie hier weiter geradeaus. Sie gelangen nach einer zweiten Brücke an eine Kreuzung (WP 1). Biegen Sie in die kleine Nebenstraße nach rechts und Sie erreichen einen gut ausgebauten Pflasterweg, der Sie nach Testaccio bringt. Diesem Weg folgen Sie stetig bergauf. Auf der rechten Seite des Weges sehen Sie steil aufragende Tuffsteinwände.

Tuff ist ein vulkanisches Förderprodukt, welches bei einem explosiven Vulkanausbruch in Form einer Aschewolke hoch in die Luft geschleudert wird und anschließend wieder zu Boden fällt und verfestigt wird. Dabei können Gesteinsfragmente unterschiedlicher Größe abgelagert werden. Neben den feinen Aschelagen sehen Sie ein helles poröses Gestein. In der Geologie bezeichnet man es als Bimsstein. Dieses Gestein hat viele Hohlräume, welche bei ihrer Entstehung aus sehr gasreichen Magmen, die bei einer explosiven Vulkaneruption ausgeworfen und an der Luft schnell abgeschreckt werden, zurückbleiben. Die „Hüllen“ der Gasblasen bleiben im Gestein als Hohlräume zurück, die Gase selbst können entweichen.

Nach einer langen Rechtskurve (WP 2) haben Sie einen schönen Rückblick auf Sant Angelo und der vorgelagerten Halbinsel. Dabei handelt es sich um einen Schlackenkegel, der vor ca. 135.000 Jahren heiße Lavafetzen über den Kraterrand hinauwurf und feines pyroklastisches Material in die Luft schleuderte, welches anschließend zur Ablagerung kam. Heute ist nur noch der innere Teil des Vulkanbaus zu sehen, der aus harten phonolithischen Gesteinen besteht.

Folgen Sie dem gepflasterten Weg (Abbildung) weiterhin bergauf. Sie erreichen die ersten Häuser des Ortes Testaccios (WP 3). Testaccio gehört zur Gemeinde Barano d' Ischia, welche die zweitgrößte Gemeinde der Insel Ischia mit ca. 10.800 Einwohnern darstellt. Wenn Sie noch einmal zurückblicken, werden Ihnen die vielen tiefeingeschnitten Täler auffallen. Diese tiefen Schluchten folgen Bruchlinien, die sich durch Zug oder Scherung in den oberen Bereichen der Erdkruste bilden, wo die Gesteine ein sprödes Verhalten aufweisen. Aus einem kleinen Riss auf der Erdoberfläche wird durch verschiedene Klimafaktoren, beispielsweise Wind und Wasser, über mehrere Jahrhunderte ein tiefes Tal in die Oberfläche eingeschnitten.

Folgen Sie dem Verlauf der Straße durch die Hinterhöfe des kleinen Ortes. Nach der weißen Kirche halten Sie sich rechts bis Sie an die Hauptstraße gelangen.

Sie haben nun das Zentrum des Ortes Testaccio (WP 4) erreicht.

Insider Tipp: Um einen wunderschönen Blick auf den Maronti-Strand und Sant Angelo werfen zu können, haben Sie hier die Möglichkeit zum Aussichtspunkt auf den Monte Cotto zu wandern (ca. 20 min reine Gehzeit).

Überqueren Sie die Straße und folgen Sie der Via Astiere in Richtung des Höhenzuges Monte Cotto. Halten Sie sich bei der nächsten Weggabelung links (WP 5), ein großes Hinweisschild weist Ihnen den richtigen Weg. Nach wenigen Metern müssen Sie links in eine kleine Gasse (WP 6) einbiegen.

Nun folgen Sie dem Verlauf des Weges bis Sie am Aussichtspunkt (WP 7) angelangt sind. Nehmen Sie sich hier etwas Zeit und genießen Sie die fantastische Aussicht (Abbildung). Nach kurzer Verweilzeit gehen Sie den gleichen Weg wieder zurück bis Sie auf die Hauptstraße treffen.

Sie stehen wieder an der Straßenkreuzung im Zentrum von Testaccio (WP 4).

Gehen Sie nun nach links und folgen wenige Meter der Hauptstraße in Richtung Barano. Die Straße macht eine lange Rechtskurve. In der Straßenmauer sehen Sie auf der linken Seite eine Einbuchtung (WP 8). Hier führen Treppenstufen ins Zentrum nach Barano (Abbildung). Steigen Sie nun die Stufen nach oben. Am Ende der Treppe (WP 9) gelangen Sie wieder auf die Hauptstraße und halten sich hier links. Nach wenigen Metern erreichen Sie das Zentrum von Barano.

Sie stehen auf der Piazza in Barano (Ende) mit der gelben Kirche, die dem heiligen Sebastian geweiht ist.

Sie haben nun die kurze Wanderung beendet und haben den alten Weg von Barano nach Maronti kennengelernt, wobei Sie knapp 200 Höhenmeter überwunden haben. Sie hatten stets einen schönen Blick auf Maronti und Sant Angelo mit dem vorgelagerten Schlackenkegel.

Hinweis: Höhenprofil, gpx-Datei und weitere Infos erhalten Sie per Email.

weiter » weiter Info »