Olmitello Schlucht. Geotop der Gemeinde im Südosten der Insel Ischia

Geotop: Schlucht mit Thermalquelle

Gestein: Tuff

Lage: Breite/lat: 40.704615 °N Länge/lon: 13.907230 °E

Gemeinde: Barano d'Ischia

Beschreibung: Die Olmitello-Schlucht befindet sich ca. 400 m westlich von Maronti. Es gibt zwei Möglichkeiten zur Schlucht zu gelangen. Sie können den Bus Linie 5 nehmen und an der Endhaltestelle am Piazza Maronti aussteigen. Steigen Sie die Treppen hinab und halten Sie sich rechts. Spazieren Sie entlang des Strandes. An dem Restaurant Olmitello führt ein Weg nach rechts. Nehmen Sie diesen und folgen Sie dem Weg bis in die Schlucht hinein. Ein bequemerer Weg ist das Taxiboot. Sie werden direkt am Strand vor dem Restaurant Olmitello abgesetzt. Nun müssen Sie nur noch dem schmalen Weg in die Schlucht folgen. In der Schlucht erheben sich links und rechts helle gelbliche Tuffgesteine. Dies sind verfestigte vulkanische Ablagerungen, die aus vulkanischen Auswurfprodukten mit verschiedenen Korngrößen aufgebaut sind. Teilweise sind Erdpyramiden sichtbar, dies sind besondere Verwitterungsformen, die vorrangig bei Sedimentgesteinen, wie Sandsteinen oder Tuffsteinen auftreten. Ein oben aufliegender Stein schützt die darunter liegenden verwitterungsanfälligen Tuffschichten vor der Abtragung. In der Schlucht sind somit steile, kegelförmige Erdpyramiden aus Tuffstein anstehend.

Am Ende der Schlucht befindet sich ein Gebäude. Eine Rohrleitung führt das warme Thermalwasser bis hier her. An einem Wasserhahn kann man das ca. 39 °C warme Wasser abfüllen. Das Wasser weist erhöhte Werte bei den Ionen Na+, HCO3- und SO42- auf. In der Olmitello-Schlucht gibt es eine Thermalwasserquelle, so wird der Austritt von natürlichem Grundwasser an der Erdoberfläche bezeichnet, die eine deutlich höhere Temperatur als seine Umgebung aufweisen. Das Grundwasser, das im Erdinneren mit heißen Gesteinen in Kontakt kommt, wird erwärmt und es werden Mineralstoffe herausgelöst. Beim Austritt ist das Wasser mit Mineralien angereichert. Um das Wasser als Thermalwasser bezeichnen zu können, darf es eine Temperatur von 20 °C nicht unterschreiten. Die Schlucht kann weiter in nördliche Richtung verfolgt werden. Nach der künstlich angelegten „Staumauer“ eröffnet sich ein breiter Canyon mit steilaufragenden Felswänden. Nach wenigen 10 er Metern teilt sich die Schlucht. In östliche Richtung können Sie das Seitental bis zu einer namenlosen Kaltwasserquelle verfolgen. Dagegen würden Sie in westlicher Richtung zu der Nitrodi-Quelle gelangen, dieser Weg ist aber nicht passierbar.

weiter » weiter Info »