Klima der Gemeinde im Südosten der Insel Ischia

Betrachtet man die Insel Ischia, stellt man schnell fest, dass diese im Gegensatz zu anderen Gebieten des Mittelmeers besonders grün ist. Ausschlaggebend dafür ist das einzigartige Inselklima. Das Klima setzt sich aus Klimafaktoren wie Lufttemperatur, Niederschlag und Verdunstung zusammen. Diese bestimmen letztendlich die Ausprägung der Vegetation und die Bodenbildung. Mit einer jährlichen Durchschnittstemperatur von 16,2°C, der jährlichen Niederschlagsmenge von 780mm und der geographischen Lage, findet sich Ischia in den mittelmeergeprägten winterfeuchten Subtropen wieder. Dabei handelt es sich um ein Klima mit mindestens 9 feuchten und ca. 3 trockenen Monaten. Die trockenen Monate zeichnen sich dadurch aus, dass die Verdunstung von Wasser größer ist als der Niederschlag selbst. In den feuchten Monaten ist die Verdunstung dementsprechend geringer als der Niederschlag. Allerdings kommt es vor, dass das Wetter nicht in jedem Gebiet der Insel Ischia gleich ist und es im Osten regnet, wobei es im Westen trocken ist. Dabei kommen diverse Faktoren zusammen, welche diese Erscheinungen beeinflussen. Das Klima der Gemeinde Barano d‘Ischia ist durch die geographische Lage auf der Insel Ischia anders ausgeprägt als das der Nachbargemeinden: Ischia Porto/Ponte, Casamicciola Terme, Lacco Ameno, Forio d’Ischia und Serrara Fontana. Dabei spielen Höhenlage, Himmelsrichtung sowie die Nähe zum Meer eine außerordentliche Rolle. Südeuropa ist hauptsächlich durch West- oder Südwestwinde geprägt. Das bedeutet, dass der Norden von Barano d’Ischia unteranderem durch den Berg Epomeo häufig im Windschatten liegt und somit stark vor Windschäden geschützt ist. Eine weitere Besonderheit liegt in der Niederschlagsmenge. Regenwolken, die oft durch den Westwind nach Ischia transportiert werden, werden durch Aufwinde über den Epomeo gehoben und regnen sich durch die gewonnene Höhe und die abgekühlte Luft im Osten der Insel Ischia, beispielsweise Barano ab. Die Böden in diesen Bereichen werden ideal mit Wasser versorgt und stellen eine ausgezeichnete Situation für die Pflanzenwelt dar. In Verbindung mit der intensiven Sonnenstrahlung, besonders im Süden Baranos, kann dieser Bereich vorzugsweise zum Weinanbau und anderen Ackerfrüchten verwendet werden. Trotzdem spiegeln sich auch Unterschiede innerhalb der Gemeinde Barano d’Ischia wider. Dadurch, dass sich die Regenwolken hauptsächlich im Nordosten der Insel abregnen, erhält der Süden weniger Niederschlag. Da sich dieser Bereich aber dichter an der Küste befindet, kommt es in den Morgenstunden vermehrt zur Nebelbildung. Die Landschaft wird dadurch ausreichend mit Wasser versorgt und die Nutzung beispielsweise für die Landwirtschaft ist gesichert.

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